Dr. Fergus Anderson

Der Titel meiner kürzlich abgeschlossenen Dissertation lautet: „Die Erfahrung des bewussten, sich wiederholenden Denkens erforschen“: Ein First-Person-Ansatz. In der Dissertation nutze ich die Methoden der First-Person-Forschung, um die Natur des Denkens als Grundlage für einige theoretische Beiträge zur aktuellen Literatur in der Philosophie des Geistes zu erforschen. Hinter diesem eher spezifischen Interesse steht ein viel breiteres Interesse an der Natur des Bewusstseins und des Menschen. Da die Technologie zunehmend die kognitiven Funktionen reproduziert und dupliziert, die im Zentrum dessen stehen, was uns menschlich macht, wird die Frage, was menschliche Kognition wirklich ist, immer kritischer. Meine Forschungsschwerpunkte liegen im Verständnis menschlicher kognitiver Prozesse von innen“ – d.h. im First-Person-Sinne, mit kontemplativen, introspektiven und phänomenologischen Methoden. Besonders interessiert mich auch die philosophische Arbeit und Forschung von Rudolf Steiner, und meine Magisterarbeit beschäftigte sich mit Steiners Theorie der’imaginativen‘ Kognition. Weitere Interessensgebiete sind die Phänomenologie als Forschungsmethode und philosophische Haltung, die kognitive Phänomenologie (und verwandte Gebiete) in der Philosophie des Geistes und der deutsche Idealismus.

Derzeit arbeite ich auch als Modulleiter und Dozent am Crossfields Institute in Stroud, UK.

Aktuelle Forschungsaktivitäten und Projekte

  1. Papier in Arbeit. Entwurf eines Titels: Was kann die meditative Praxis der Langzeitmeditierenden über die Natur der mentalen Bildgebung sagen? Dieses Papier ist für eine Sonderausgabe des Journal of Consciousness Studies, die Anfang 2019 erscheinen soll.
  2. Forschungsprojekt: Konfabulation und Mikrophänomenologie. Ich bin Teil eines kleinen Teams, das die Möglichkeit erforscht, dass die Mikrophänomenologie als Forschungsmethode zum philosophischen Verständnis der Konfabulation beitragen kann. Wir planen, unsere Ergebnisse in einer Sonderausgabe der Zeitschrift Topoi zu veröffentlichen.
  3. Forschungsprojekt. Titel: Der rote Kreis grüner Kreis Projekt. Dies ist ein laufendes Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit Marijn Fagard über die Erfahrung der intensiven Arbeit mit einer von Rudolf Steiners meditativen Übungen – den grünen Kreisübungen. Die Teilnehmer arbeiten eine Stunde pro Tag mit der Übung und zeichnen ihre Ergebnisse auf.
  4. Forschungsprojekt. Titel: Second-Person-Perspektive auf die dynamische Phänomenologie des Denkens. Dieses Projekt ist eine Fortsetzung meiner Doktorarbeit. Das Ziel der Forschung ist es, mit Hilfe der Mikrophänomenologie die Art der Erfahrung des auftretenden bewussten Denkens, wie sie in meiner Doktorarbeit vorgestellt wird, weiter zu vertiefen und zu erforschen. Insbesondere möchte ich die vierfache Struktur des auftretenden Denkens (die DPT-Thesis) mit Hilfe von Second-Person-Methoden und nicht mit den in meiner Dissertation verwendeten First-Person-Methoden kritisch hinterfragen.
  5. Weitere relevante Aktivitäten.
    1. Ich werde einen Vortrag auf der Forschunsgstage in Sheffield (UK) am 29. September 2018 halten.
    2. Ich werde eine Keynote über die dynamische Phänomenologie des Denkens auf der First Person Science of Consciousness Konferenz an der Universität Witten Herdecke (Deutschland) vom 23. bis 25. Mai 2019 halten.
    3. In den letzten vier Jahren habe ich bei Claire Petitmengin verschiedene Trainings und Meisterkurse zur Mikrophänomenologie als Forschungsmethode besucht. Ich habe ihr auch bei einer Ausbildung geholfen und bin jetzt eine anerkannte Mikrophänomenologin. Im Oktober 2018 werde ich einen weiteren Meisterkurs besuchen. Ich gehöre auch einer britischen Forschergruppe an, die auf verschiedenen Gebieten mit dieser Methode arbeitet.

Publikationen und andere Informationen finden Sie auf Research Gate.